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Im Auftrag der Waddenakademie hat Dialogic das Wissen über das Wattenmeer untersucht und die Rolle der Waddenakademie dabei beleuchtet. Diese Untersuchung umfasste Interviews mit wissenschaftlichen Forschern über die Rolle der Waddenakademie und eine bibliometrische Analyse von Veröffentlichungen aus dem Zeitraum 2008 bis 2018.
Für die bibliometrische Analyse wurden wissenschaftliche Datenbanken wie Web of Science, Science Direct, Scopus sowie die Metasuchmaschinen Microsoft Academic und Google Scholar nach Literatur über das Wattenmeer durchsucht. Da diese Untersuchung verschiedene Disziplinen mit unterschiedlichen Publikationspraktiken (Zeitschrift, Buch, graue Literatur) und Themen umfasst, wurden einige Teile der Ergebnisse manuell auf Relevanz für das Wattenmeer und thematische Zugehörigkeit hin überprüft. Anschließend wurden die übrigen Ergebnisse mit einem maschinellen Lernalgorithmus klassifiziert.
Es wurde unterschieden zwischen Forschung, die sich direkt auf die niederländischen, deutschen und dänischen Watten bezieht, Forschung, die für das Wattenmeer relevant ist, aber an einem anderen Ort durchgeführt wurde, und Forschung, die thematisch zum Wattenmeer passt, aber keinen spezifischen Standort hat (z. B. Labortests oder Computersimulationen). In Bezug auf die Relevanz stellte sich heraus, dass die meisten gefundenen Veröffentlichungen direkt auf das Wattenmeer bezogen sind. Darüber hinaus gab es eine leichte Zunahme der Anzahl von Veröffentlichungen im Zeitraum 2008-2018.
Hinsichtlich der Themen wurden die Veröffentlichungen gemäß den vier Themen der Trilateralen Wissensagenda klassifiziert, nämlich:
- Thema 1: Klima, Wasser, Sedimente und Untergrund
- Thema 2: Ökologie, Biodiversität und räumliche Prozesse
- Thema 3: Kulturelles Erbe, Identität und historische Einbettung
- Thema 4: Wirtschaft, Gesellschaft und nachhaltige Entwicklung
Es stellte sich heraus, dass insbesondere in Bezug auf die ersten beiden Themen das Wissensmanagement gut etabliert ist und mithilfe wissenschaftlicher Datenbanken gut aufzufinden und zu analysieren ist. Hingegen wird das Wissensmanagement in den Themen 3 und 4 weniger gut durch die wissenschaftlichen Datenbanken abgedeckt, oft in niederländischer, deutscher oder dänischer Sprache (im Gegensatz zum Englischen der ersten beiden Themen) und in anderen Formen als wissenschaftliche Zeitschriften. Diese Forschung ist daher fragmentierter, was die automatische Klassifizierung der Ergebnisse zusätzlich erschwert.
Basierend auf der bibliometrischen Forschung und den Interviews mit wissenschaftlichen Forschern haben wir einige Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Rolle und Position der Waddenakademie formuliert. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Waddenakademie einen wichtigen Mehrwert bietet, indem sie wissenschaftliche Wattenmeer-Forschung zusammenführt und stärkt. Für die kommenden Jahre gibt es jedoch auch einige Punkte zu beachten, wie die Beziehung zwischen Wissenschaft und Politik- und Managementfragen oder die Einrichtung einer Wattenmeer-Bibliothek mit Metadaten zu Wattenmeer-Veröffentlichungen.
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Möchten Sie mehr erfahren? Nehmen Sie Kontakt auf mit Pieter Jan de Boer oder Max Kemman.