19.12.2024

Chancengleichheit für Erststudenten der ersten Generation

Chancengleichheit für Erstgenerationstudenten, eine ernste Angelegenheit.

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"In de buitenbaan" (De Groene Amsterdammer, 26 februari 2020) und "Als eerstegeneratiestudent sta je met 1-0 achter" (NPO radio 1, 26 augustus 2018). Dies sind seit einigen Jahren die Schlagzeilen in Zeitungen und im Radio, wenn es um Chancengleichheit für Studenten geht, die als erste in ihrer Familie die Universität oder Fachhochschule besuchen, sogenannte Erstgenerationsstudenten. Aus diesem Grund hat Dialogic im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft (OCW) eine Studie zur Chancengleichheit unter dieser Gruppe von Erstgenerationsstudenten durchgeführt. In dieser Studie haben wir festgestellt, dass die Chancengleichheit für Erstgenerationsstudenten auf verschiedene Weisen unter Druck steht. Erstens: Erstgenerationsstudenten haben ungleiche Entwicklungschancen und absolvieren seltener ihr Studium. Unsere quantitative Analyse zeigt, dass diese Studenten ein signifikant höheres Risiko haben, abzubrechen oder zu wechseln, was ihre Chancen auf einen Abschluss negativ beeinflusst. Die ungleichen Entwicklungschancen von Erstgenerationsstudenten können durch zwei zentrale Faktoren erklärt werden: Vorurteile und unbeabsichtigte negative Auswirkungen bei Prüfungen und im Bildungssystem sowie unnötige Selbstselektion. Letzteres liegt daran, dass Erstgenerationsstudenten sich an der Fachhochschule oder Universität oft weniger Zuhause fühlen und weniger Vertrauen in ihre eigene Fähigkeit im Vergleich zu ihren Kommilitonen haben. Zwei wichtige Nuancen müssen hier betont werden. Erstens gibt es Gruppen von Studenten, die im Vergleich zu Erstgenerationsstudenten ein noch höheres Risiko haben abzubrechen oder zu wechseln und daher ebenfalls besondere Beachtung verdienen, nämlich Fachhochschulstudenten, Bachelorstudenten, männliche Studenten, Studenten mit niedrigerem Familieneinkommen und Studenten mit Migrationshintergrund. Zweitens spielen hier intersectionale Effekte eine Rolle, was bedeutet, dass innerhalb der Gruppe der Erstgenerationsstudenten einige Gruppen noch stärker von Chancenungleichheit betroffen sind. Insbesondere Erstgenerationsstudenten mit Migrationshintergrund und ältere Erstgenerationsstudenten erleben stärkere Chancenungleichheit als andere Erstgenerationsstudenten. Sie haben ein vergleichsweise höheres Risiko für Abbruch und Wechsel und werden somit relativ stark von den Ursachen der Chancenungleichheit betroffen. Erstgenerationsstudenten im Universitätsbereich und stapelnde Erstgenerationsstudenten haben ebenfalls ein relativ hohes Risiko für Abbruch, jedoch nicht für Wechsel. Dennoch legt dies nahe, dass die Ursachen der Chancenungleichheit für Erstgenerationsstudenten im Universitätsbereich stärker wirken. Zweitens: Erstgenerationsstudenten haben ungleiche Selektionschancen und haben daher weniger Chancen, überhaupt die Fachhochschule oder Universität zu erreichen. In unserer Analyse von Literatur und Interviews sehen wir, dass Vorurteile und unbeabsichtigte negative Auswirkungen bei Prüfungen und Auswahl es für Erstgenerationsstudenten schwieriger machen, für die Fachhochschule oder Universität ausgewählt zu werden. Unsere quantitative Analyse bestätigt dies teilweise. Wir sehen, dass die Abschaffung von Zulassungsbeschränkungen die Möglichkeit für Erstgenerationsstudenten, einzusteigen, möglicherweise etwas erhöht, auch wenn die Evidenz hierfür in dieser Studie begrenzt ist. Drittens: Erstgenerationsstudenten erleben ungleiche gesellschaftliche Chancen. Unsere Analyse von Literatur und Interviews zeigt, dass Erstgenerationsstudenten, die einen Abschluss erlangen, oft beschränkten Studienerfolg und geringeren Studienerfolg erleben. Diese Studenten neigen stärker zur Selbstselektion, was bedeutet, dass sie weniger an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen, die ihre persönliche Entwicklung und zukünftige gesellschaftliche Entfaltung unterstützen können. Diese Selbstselektion ist oft auf den hohen Druck zurückzuführen, den Erstgenerationsstudenten verspüren, um ihren Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit zu erreichen. Dies kann ihre zukünftigen gesellschaftlichen Chancen beeinträchtigen, da solche außerschulischen Aktivitäten auf dem Arbeitsmarkt zunehmend geschätzt und gefragt sind. Darüber hinaus können diese Aktivitäten auch dazu beitragen, soziales und kulturelles Kapital aufzubauen, Engagement im Bildungswesen und akademischen Erfolg zu fördern. Um dieses relevante gesellschaftliche Problem zu lösen, geben wir einige Empfehlungen:
  • Eine Politik, die ausschließlich auf Erstgenerationsstudenten abzielt, scheint auf Basis unserer Daten unzureichend effektiv zu sein, angesichts anderer Studentengruppen, die ein höheres Risiko für Abbruch, Wechsel oder lange Studiendauer haben.
  • Aus Interviews mit Experten geht hervor, dass Bildungseinrichtungen den größten Einfluss auf die Chancenungleichheit haben, wenn sie soziale Prozesse auf dem Campus stärken, wie das Gefühl des Zugehörigseins verbessern und den Leistungsdruck verringern.
  • Der Übergang von der weiterführenden Schule zur Fachhochschule/Universität stellt hierbei die größte Herausforderung dar. Bestehende Interventionen, wie Einführungsprogramme zur Steigerung des System- und Strukturwissens und Stipendien, können die Chancengleichheit fördern.
  • Das Monitoring von Erstgenerationsstudenten für spezifische Interventionen scheint mehr Nach- als Vorteile zu haben.
  • Darüber hinaus geben die Experten an, dass es notwendig ist, Chancenungleichheit bereits früh in der Bildungskette anzugehen.
Der Bericht wurde am 19. Dezember der Zweiten Kammer vorgelegt. In der beigefügten Antwort gibt die Ministerin an, dass diese Studie in einem weiteren Politikschreiben über die Steigerung des Studienerfolgs berücksichtigt wird. Wir werden dieses Schreiben und alle Entwicklungen zu diesem Thema mit Interesse verfolgen.