27.1.2025

Art und Ausmaß des durch Online-Betrug bei Unternehmen entstandenen Schadens

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In den letzten Jahren ist Online-Betrug für Unternehmen zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Aktuelle Untersuchungen haben gezeigt, dass im Jahr 2023/24 69% der Unternehmen mit Online-Betrugsversuchen konfrontiert waren. Opfer von Online-Unternehmensbetrug können mit finanziellen Schäden, Reputationsschäden und/oder einer Erhöhung der Betriebskosten konfrontiert sein. Ein Verständnis für Art und Ausmaß des Schadens durch Online-Betrug in niederländischen Unternehmen ist notwendig für gezielte (politische) Maßnahmen, um das Unternehmensopfer zu reduzieren und betroffene Unternehmen mit angemessener Unterstützung zu versorgen. Ziel der aktuellen Studie ist es, eine repräsentative Schätzung für Art und Umfang des Schadens zu liefern, den Unternehmen aufgrund von Online-Betrug erleiden.

Taxonomie

Die Bestandsaufnahme von Datenquellen ergab, dass unterschiedliche Klassifikationssysteme für Online-Betrug verwendet werden. Dies erschwert den Vergleich von Ergebnissen aus verschiedenen Quellen. Aus diesem Grund haben die Forscher ein eigenes Klassifikationssystem (Taxonomie) entwickelt, das drei Ebenen umfasst: den erwarteten Gewinn für den Täter, die Vorgehensweise (Modus Operandi) des Täters und deren weitere Auswirkungen in verschiedenen Betrugsformen.

Resultaten

Die Schätzungen basierten auf drei Datenquellen: Polizeimeldungen, Berichte bei der Betrugshilfe für Unternehmen und eine Umfrage unter einem Panel von 600 Unternehmern von Ipsos I&O. Die Umfrage, die über die Dachorganisationen verbreitet wurde, erbrachte nicht genügend Rückmeldungen. Die Ergebnisse variierten stark: Die geschätzte Anzahl von Betrugsfällen reichte von knapp unter 1.700 bis fast 190.000, während der direkte finanzielle Schaden zwischen 14 und 211 Millionen Euro geschätzt wurde. In den Polizeimeldungen fehlen (zuverlässige) Informationen über den finanziellen Schaden pro Vorfall.

Aanbevelingen

Um ein besseres Verständnis für Online-Betrug bei Unternehmen zu bekommen, ist es wichtig, dass zukünftig mehr Daten gesammelt und die Qualität der verfügbaren Daten verbessert werden. Die Forscher empfehlen hierzu Folgendes:
  • An die Polizei: Erfassen Sie mindestens, ob ein Melder ein Privatperson oder ein Unternehmen ist und welchen Schaden der Betrugsfall verursacht hat. Dies ermöglicht eine bessere Sicht auf das Opfersein.
  • An die Organisationen, die Datenquellen verwalten: Arbeiten Sie mit einer gemeinsamen Taxonomie für Online-Betrug, beispielsweise der Einteilung, die in dieser Studie vorgeschlagen wurde. Angesichts der zentralen Rolle der Betrugshilfe für Unternehmen könnte erwogen werden, sie dafür verantwortlich zu machen.
  • An die Betrugshilfe für Unternehmen: Erwägen Sie, auch Unternehmensmerkmale wie Branche und Größe bei Meldungen abzufragen. Dies ermöglicht eine gezieltere Entwicklung von Richtlinien zur Prävention und Bekämpfung von Online-Betrug.
Des Weiteren erwies es sich erneut als schwierig, Unternehmer über Umfragen zu erreichen. Möglicherweise könnte dies durch die Einbindung in die breitere Studie zur Wirtschaftskriminalität des CBS verbessert werden, die voraussichtlich im Jahr 2026 durchgeführt wird.