3.2.2026

Abhängigkeit von Big Tech im Bildungswesen

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Im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft (OCW) führte Dialogic im Jahr 2025 eine Untersuchung zur Abhängigkeit von Bigtech im Grundschulwesen durch. Was ergab die Untersuchung? Und warum ist dieses Thema dringender denn je? Im Gespräch mit Guido de Moor, Senior Researcher bei Dialogic.

Sie haben kürzlich eine Untersuchung zu Big Tech im Grundschulwesen abgeschlossen. Was war genau die Fragestellung?

OCW wollte wissen, wie abhängig Schulen derzeit von Unternehmen wie Google und Microsoft sind. Wir haben uns zwei Arten von Systemen angesehen: 1) Systeme für den primären Prozess; das eigentliche Unterrichten und Lernen, wie digitale Klassenzimmer, und 2) Systeme für den sekundären Prozess, also die Organisation und Verwaltung im Hintergrund. Dazu gehört die Dateispeicherung und E-Mail-Umgebung.

Und was hat sich gezeigt? Sind unsere Schulen 'abhängig' von Big Tech?

"Das Wort 'abhängig' ist zu stark, aber die Abhängigkeit ist sehr groß. Fast jeder Schulträger verwendet Microsoft 365 für die Organisation und die Mehrheit nutzt Google Workspace für den Unterricht. Grundsätzlich ist Abhängigkeit nicht notwendigerweise problematisch; diese Unternehmen bieten effiziente, sichere und gut geregelte Dienste an. Es wird jedoch zu einem Problem, wenn keine Wahlfreiheit mehr besteht oder wenn wichtige öffentliche Werte wie die Autonomie der Schule in Gefahr sind. Schulen geben selbst an, dass sie aufgrund von Zeitmangel, finanziellen Engpässen und fehlendem Fachwissen praktisch nicht eigenständig auf alternative Lösungen umsteigen können.

Warum ist es so schwierig, sich für etwas anderes zu entscheiden? Gibt es nicht Alternativen?

"Ja, es gibt zwar alternative Lösungen, aber Microsoft und Google bieten 'One-Stop-Shops' an. Alles ist in einem Paket enthalten und funktioniert nahtlos zusammen. Wenn Sie ein Element ersetzen möchten, z. B. Microsoft Teams durch eine Alternative wie das kanadische BigBlueButton, stellen Schulen fest, dass dies schwierig ist, da alles so miteinander verbunden ist. Zudem sind die Kosten für diese 'One-Stop'-Pakete derzeit oft sehr niedrig, wodurch ein Umstieg kurzfristig immer teurer und komplizierter ist. Die Benutzerfreundlichkeit ist für die meisten Kunden entscheidend.

Dialogic hat 2024 eine eingehendere Untersuchung der Alternativen zu Big Tech im Bildungswesen durchgeführt.

Sind diese Abhängigkeiten denn wirklich ein Problem?

"Das hängt davon ab, aus welcher Perspektive man es betrachtet.
  • Aus Sicht der öffentlichen Werte sehen wir vor allem Risiken für die Autonomie der Schulen: Sie haben wenig Auswahl und wenig Verhandlungsspielraum.
  • Aus Sicht des Wettbewerbs gibt es kaum echten Wettbewerb, da es an vollwertigen europäischen Alternativen mangelt.
  • Und strategisch betrachtet gilt: Wenn Microsoft oder Google morgen ausfallen oder ihre Dienste blockieren, würde ein großer Teil des Bildungswesens stillstehen. Dieses Risiko hat aufgrund geopolitischer Spannungen zugenommen, aber derzeit besteht keine akute Lieferbedrohung."

Gleichzeitig bringen Microsoft und Google auch viele Vorteile, oder?

"Ganz sicher. Sie punkten mit hoher Effizienz, Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften. Niemand verfügt über so viel Kapazität, um sichere und stabile Dienste zu entwickeln wie diese Unternehmen. Für Schulen ist es also rational, sich für Big Tech zu entscheiden. Das ist genau das Dilemma: Man möchte weniger abhängig sein, aber die besten und günstigsten Dienste stammen nun einmal von denselben Unternehmen."

Warum ist dieses Thema auch außerhalb des Grundschulwesens dringend?

"Wir sehen, dass das Risiko von Lieferunterbrechungen zunimmt, auch aufgrund geopolitischer Spannungen. Obwohl das Risiko eines totalen Ausfalls derzeit noch gering erscheint, wäre die Auswirkung enorm, wenn es passieren würde. Wenn eine ausländische Regierung über Gesetze Zugriff auf unsere Daten verlangen würde oder wenn die Kosten plötzlich stark steigen würden, müssen wir eine Alternative haben. Diese Kontrolle oder Autonomie ist entscheidend für eine gesunde Demokratie."

Was ist die wichtigste Botschaft an OCW?

"Dass es keine schnelle Lösung gibt. Weniger abhängig zu werden bedeutet, langfristig zu investieren, zusammenzuarbeiten und Entscheidungen zu treffen. Aber nichts zu unternehmen ist ebenfalls eine Entscheidung - und diese macht uns Schritt für Schritt anfälliger."

Was sind die nächsten Schritte für Dialogic?

"Derzeit führen wir eine Folgeuntersuchung durch, in der wir die Abhängigkeiten von Big Tech in den Bereichen Berufsbildung, Hochschulwesen, Wissenschaft, Medien, Kulturerbe und Kunst und Kultur untersuchen."

 

 

Die Untersuchung zu den Abhängigkeiten von Big Tech im Grundschulwesen und die Reaktion der Regierung finden Sie hier. Die Untersuchung zu den Abhängigkeiten in anderen Sektoren wird voraussichtlich Anfang März abgeschlossen sein.

Dialogic konzentriert sich im Jahr 2026 zunehmend auf Fragen im Zusammenhang mit digitaler Resilienz und Wissenssicherheit. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite.