Kürzlich haben wir im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft eine Studie über die Multiplikatoreffekte und payoff-Effekte im kulturellen und kreativen Sektor durchgeführt. Dabei haben wir uns auf die (1) ökonomischen Effekte, (2) Gesundheitseffekte und (3) den Effekt von gestaltendem Forschungsdesign konzentriert.
Ökonomische Effekte
Der kulturelle und kreative Sektor macht 4,1% – 4,5% der Beschäftigung in den Niederlanden aus, was 330.000 bis 368.000 Arbeitsplätzen entspricht. Absolut gesehen stieg der Beitrag von Kultur und Medien zum BIP zwischen 2015 und 2018 von €23,9 auf €26,5 Milliarden. Dies entspricht 2,5% bis 3,5% des Gesamtwerts in den Niederlanden. Es gibt auch direkte und indirekte ökonomische Effekte. Diese umfassen (1) Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette, (2) als Treiber von Innovation und Produktivität und (3) Auswirkungen auf die Lebensumgebung.
Gesundheitseffekte
Kulturelle Interventionen haben nachweislich positive Auswirkungen auf verschiedene Gesundheitsaspekte. Diese Interventionen führen unter anderem zu einer verbesserten Lebensqualität sowie verringerten Schmerzen, Stress und Angst bei den Teilnehmern. Darüber hinaus könnte der Einsatz kultureller Interventionen laut Studien sogar kosteneffektiv sein und potenzielle Einsparungen von über €100 Millionen bringen.
Effekte des gestaltenden Forschungsdesigns
Es war schwierig, eine solide ökonomische Effektanalyse für das gestaltende Forschungsdesign in dieser Studie durchzuführen. Insidern zufolge könnte der Einsatz von gestaltendem Forschungsdesign zu verkürzten Durchlaufzeiten, innovativen und qualitativ hochwertigen Lösungen, größerer Akzeptanz und gesellschaftlich erwünschten Ergebnissen führen. Als wichtigster direkter Effekt wird auf das Gewinnen neuer Erkenntnisse zu den untersuchten Problembereichen und auf Sichtbarkeit (innovativer) Lösungsansätze hingewiesen. Im Moment müssen wir uns vor allem auf fallbezogene Beispiele und qualitative Beweise verlassen, soweit verfügbar.
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