27.10.2009

Wie wichtig ist die Netzwerkposition von Unternehmen?

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Unternehmen sehen sich heutzutage mit zunehmendem Wettbewerb (zum Beispiel aus den BRIC-Ländern), steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten und immer komplexer werdenden Technologien konfrontiert. Als Reaktion auf diese Entwicklungen arbeiten Unternehmen immer intensiver zusammen. Hierbei entstehen Netzwerke von Kooperationsbeziehungen zwischen Unternehmen, Regierungsinstitutionen und Forschungszentren. Doch wie sollte sich eine Organisation innerhalb des Netzwerks positionieren, um bestmöglich von dem Wissen der verschiedenen Organisationen im Netzwerk profitieren zu können? Diese Frage beschäftigt nicht nur Wissenschaftler seit langem, sondern weckte auch das Interesse von Dialogic. In den letzten Jahren investiert Dialogic gezielt in die Entwicklung von Wissen im Bereich der Netzwerkanalyse, um bei der Anwendung der Netzwerkanalyse als Methode weiterhin führend zu bleiben. Jaap Veldkamp hat diese Forschungsfrage als Abschlussarbeit bei Dialogic aufgegriffen (Masterstudiengang Science and Innovation Management, Universität Utrecht).

In dieser Studie wurde das Netzwerk der Europäischen Luft- und Raumfahrtforschung (6. Rahmenprogramm) untersucht, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Wissensintegration gelegt wurde. Wissensintegration bedeutet, dass Organisationen neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Forschungsnetzwerk mit der internen Wissensentwicklung kombinieren. Auf diese Weise können sie optimal von ihrer Teilnahme an dem gemeinsamen Forschungsprojekt profitieren. Ein Unternehmen, das beispielsweise leichte Materialien für die Außenhaut eines Flugzeugs entwickelt, kann relevantes Wissen in einem Forschungsprojekt zur technischen Nachhaltigkeit, Robustheit und Lebensdauer von leichten Materialien gewinnen. Diese Erkenntnisse können zur Verbesserung ihrer eigenen Produkte führen.

Um den Zusammenhang zwischen den Netzwerkpositionen von Organisationen und dem Ausmaß der Wissensintegration aus dem Netzwerk herzustellen, wurde zunächst die Struktur des Netzwerks analysiert, gefolgt von einem Fragebogen, der an die Ansprechpartner der 1014 Organisationen im Netzwerk verschickt wurde. Diese Verknüpfung zwischen Netzwerkinformationen auf der Ebene einzelner Teilnehmer und den Merkmalen der Teilnehmer, die über andere Methoden (wie Fragebögen) erhoben wurden, ist in der Anwendung von Netzwerkanalyse recht neu.

Im Fragebogen wurden verschiedene Themen behandelt, die letztendlich dazu dienten festzustellen, inwieweit (strukturbezogene) Netzwerkpositionen von Organisationen erklärt werden können oder um herauszufinden, wohin diese Positionen letztendlich führen. Erklärende Faktoren sind beispielsweise der Organisationstyp (kleines Zulieferunternehmen im Vergleich zum großen Flugzeughersteller wie Airbus) und die Erfahrung mit früheren Runden des Europäischen Rahmenprogramms. Besonderes Augenmerk wurde jedoch auf die Wissensintegration der Organisation aus dem Netzwerk gelegt.

Aus dem Zusammenhang zwischen den Netzwerkmaßen der teilnehmenden Organisationen und ihren Bewertungen zur Wissensintegration (aus dem Fragebogen) ergibt sich, dass nahezu alle Teilnehmer gut bis sehr gut in der Integration von Wissen sind. Die Netzwerkposition scheint in geringerem Maße ein erklärungswirksamer Faktor zu sein. Warum ist das so? Die Teilnahme am Rahmenprogramm geht mit einer Vorauswahl einher: Nur sehr innovative Organisationen sind dabei. Sie verfügen über eine professionelle interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung und setzen Ergebnisse gemeinsamer Forschung leicht in eigene Bedürfnisse und in ihre Produktpalette um. Wissensintegration ist also eher eine Voraussetzung für die Teilnahme am europäischen Forschungsnetzwerk als ein Ergebnis von Netzwerkpositionen.

Die Abschlussarbeit von Jaap Veldkamp mit dem Titel Knowledge integration by organizations. Does an organization’s network embeddedness mater? ist frei verfügbar. Nach seinem Abschluss begann Jaap Veldkamp bei Dialogic zu arbeiten.