1.8.2018

Inventarisierung des Wissensmanagements im Wattenmeer-Gebiet

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Im Auftrag der Waddenacademie hat Dialogic das Wissen über das Wattenmeer und die Rolle, die die Waddenacademie dabei spielt, untersucht. Diese Forschung umfasste Interviews mit wissenschaftlichen Forschern über die Rolle der Waddenacademie sowie eine bibliometrische Analyse der Veröffentlichungen im Zeitraum von 2008 bis 2018.

Für die bibliometrische Analyse wurden die wissenschaftlichen Datenbanken Web of Science, Science Direct und Scopus sowie die Metasuchmaschinen Microsoft Academic und Google Scholar nach Literatur zum Wattenmeer durchsucht. Da diese Forschung verschiedene Disziplinen mit unterschiedlichen Veröffentlichungspraktiken (Zeitschrift, Buch, graue Literatur) und Themen umfasst, wurden ein Teil der Ergebnisse manuell auf Relevanz für das Wattenmeer und auf Themen überprüft. Anschließend wurden die übrigen Ergebnisse mit einem Machine-Learning-Algorithmus klassifiziert.

Es wurde unterschieden zwischen Forschung, die direkt Bezug zu den niederländischen, deutschen und dänischen Watten hat, Forschung, die für das Wattenmeer relevant ist, aber an einem anderen Ort durchgeführt wurde, und Forschung, die thematisch zum Wattenmeer passt, aber keinen spezifischen Ort hat (z.B. Laborforschung oder Computersimulationen). In Bezug auf die Relevanz stellten wir fest, dass die meisten gefundenen Veröffentlichungen direkt mit dem Wattenmeer verbunden sind. Darüber hinaus konnten wir einen leichten Anstieg der Anzahl von Veröffentlichungen im Zeitraum 2008-2018 feststellen.

Was die Themen betrifft, wurden die Veröffentlichungen gemäß den vier Themen der Trilateralen Wissensagenda klassifiziert, nämlich:

  • Thema 1: Klima, Wasser, Sedimente und Untergrund
  • Thema 2: Ökologie, Biodiversität und räumliche Prozesse
  • Thema 3: Kulturerbe, Identität und historische Einbettung
  • Thema 4: Wirtschaft, Gesellschaft und nachhaltige Entwicklung
Wir stellten fest, dass insbesondere die Wissensverwaltung in Bezug auf die ersten beiden Themen gut organisiert ist, diese sind leicht über wissenschaftliche Datenbanken zu finden und zu analysieren. Die Wissensverwaltung der Themen 3 und 4 hingegen wird weniger gut von wissenschaftlichen Datenbanken abgedeckt, ist oft in Niederländisch, Deutsch oder Dänisch verfasst (im Gegensatz zum Englisch der ersten beiden Themen) und in anderen Formen als wissenschaftlichen Zeitschriften. Diese Forschung ist daher fragmentierter, was die automatische Klassifizierung der Ergebnisse zusätzlich erschwert.

Basierend auf der bibliometrischen Untersuchung und den Interviews mit wissenschaftlichen Forschern haben wir einige Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Rolle und Position der Waddenacademie formuliert. Wir gehen davon aus, dass die Waddenacademie einen wichtigen Mehrwert bei der Zusammenführung und Stärkung wissenschaftlicher Wattenforschung hat. Für die kommenden Jahre gibt es jedoch noch einige Punkte zu beachten, wie z.B. die Beziehung zwischen Wissenschaft und politischen und verwaltungstechnischen Fragen oder die Einrichtung einer Waddenbibliothek mit Metadaten zu Waddenveröffentlichungen.

Laden Sie hier den vollständigen Bericht der Studie herunter: hier