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Im Auftrag des WODC hat Dialogic untersucht, ob Apps tatsächlich einen positiven Effekt auf die Reintegration von (ehemaligen) Straftätern haben. In der Studie wurde auf der Grundlage der (wissenschaftlichen) Literatur untersucht, ob der Einsatz einer App unterstützend wirken kann. Dabei haben wir auch andere Apps betrachtet, die bei Bevölkerungsgruppen eingesetzt wurden, die mit (ehemaligen) Straftätern vergleichbar sind oder ähnliche Merkmale aufweisen, wie Menschen mit psychischen Problemen oder Suchterkrankungen.
Es hat sich gezeigt, dass viele Untersuchungen zu Apps für die Behandlung von psychischen Störungen, Depressionen und Alkohol- und Drogenabhängigkeit durchgeführt wurden. Die Ziele, die in den Apps verfolgt werden, beziehen sich hauptsächlich auf Verhaltensänderungen, unter Verwendung von Erkenntnissen aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Über die Wirksamkeit können wir nur vorsichtige Schlussfolgerungen ziehen. Online-Behandlungen sind zumindest nicht nachweislich unwirksam und sind wirksamer als keine Behandlung. Traditionelle Behandlungen sind im Allgemeinen wirksamer als ausschließlich online Behandlungen, aber online Behandlungen haben als Ergänzung zu persönlichen Behandlungen einen positiven Effekt, insbesondere aufgrund der Zunahme der Therapietreue und der Möglichkeit der Überwachung des Patienten.
Die Haftumgebung ist jedoch ein komplexer Kontext, der die Wirksamkeit von Apps beeinflussen kann. Es wurden nur eine Handvoll Studien zu Apps in diesem spezifischen Kontext durchgeführt. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Apps für psychologische Themen wie den Konsum von Substanzen, psychische Probleme, soziale Kontakte und antisoziale Haltungen. Die häufigste Interventionsstrategie - oder das "wirksame Element" - in (wirksamen) Apps ist das Arbeiten an Bewältigungsstrategien.
Durch Interviews mit Verhaltensexperten wurden frühere Erkenntnisse über mobile Apps im Haftkontext aus der Literatur um praktische Erkenntnisse ergänzt. Es steht fest, dass wir es mit einer sehr schwierigen Zielgruppe zu tun haben, weshalb individuelle Anpassungen und die Einbindung des Nutzers für den Erfolg unerlässlich sind. Apps erweisen sich vor allem als kosteneffektive Möglichkeit, um die Betreuung intensiver und/oder länger fortzusetzen.
Lesen Sie hier den Forschungsbericht. Möchten Sie mehr erfahren? Nehmen Sie Kontakt auf mit Jessica Steur.