Das Pilotprojekt Maatwerk ist ein Ansatz zur Begleitung und Vermittlung von Gefangenen in Arbeit, der mit Hilfe von Freiwilligen von Gevangenenzorg Nederland (GND) und Unternehmern in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Alphen aan den Rijn durchgeführt wurde. Zwischen 2021 und 2024 wurden 70 Programme gestartet, von denen 37 abgeschlossen wurden. 13 Gefangene wurden in (Freiwilligen-)Arbeit vermittelt. Aus der Evaluation geht hervor, dass dieser Ansatz wirksam sein könnte, jedoch müssen dafür verschiedene Bedingungen erfüllt sein und es wird mehr Zeit benötigt. Es ist daher noch zu früh, um Aussagen zur Wirksamkeit dieses Ansatzes zu treffen.
Durch das Pilotprojekt werden Gefangene dazu motiviert, sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen, unter anderem indem ihnen geholfen wird, nach ihrer Haftstrafe eine Arbeit zu finden. Dies könnte das Leben ehemaliger Gefangener positiv beeinflussen und zu einer geringeren Rückfallwahrscheinlichkeit beitragen. Freiwillige von GNd und Unternehmer spielen dabei eine wichtige Rolle. Der Ansatz sollte für eine möglichst große Gruppe von Gefangenen zugänglich sein.
Aussagen zur Wirksamkeit noch nicht möglich
Diese Evaluation zeigt, wie schwierig es ist, ein (gut beschriebenes) Pilotprojekt in einer JVA-Umgebung umzusetzen. Das Ziel von GNd war es, jedes Jahr 70 Programme zu starten, was jedoch nicht gelungen ist. Dies hatte verschiedene organisatorische Gründe, wie den Zugang und die sichere Unterbringung der Freiwilligen in den Abteilungen, die Verfügbarkeit von Räumlichkeiten und ausreichend Personal. Obwohl der Ansatz selbst positiv bewertet wird, ist es noch zu früh zu sagen, ob seine Fortsetzung in der JVA Alphen aan den Rijn und in anderen JVAs einen Mehrwert hat.
Mögliche Nutzung der Forschungsergebnisse
Aus der Untersuchung sind verschiedene Herausforderungen hervorgegangen. Diese könnten für Politik und Umsetzung Ansatzpunkte bieten, um den Ansatz zu verbessern, der potenziell sinnvoll ist. Zum Beispiel führt die geringe Vielfalt unter den Freiwilligen dazu, dass nicht alle Gefangenen für Kontakt offen sind. Und aufgrund von Personalmangel konnten die Freiwilligen nicht an den Abenden anwesend sein, sondern nur alle zwei Wochen samstags.