26.6.2023

Multiplikationseffekte im kulturellen und kreativen Sektor

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Kürzlich führten wir im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft eine Studie zu den Multiplikatoreffekten und Pay-off-Effekten im kulturellen und kreativen Sektor durch. Dabei konzentrierten wir uns auf (1) wirtschaftliche Effekte, (2) Gesundheitseffekte und (3) den Effekt von Designforschung.

Wirtschaftliche Effekte: Der kulturelle und kreative Sektor trägt mit 4,1% - 4,5% zur Beschäftigung in den Niederlanden bei, was 330.000 bis 368.000 Arbeitsplätzen entspricht. Absolut gesehen stieg der Beitrag von Kultur und Medien zum BIP zwischen 2015 und 2018 von 23,9 bis 26,5 Milliarden Euro. Dies entspricht 2,5% bis 3,5% des Gesamtwerts in den Niederlanden. Es gibt zudem direkte und indirekte wirtschaftliche Effekte, wie (1) Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette, (2) als Treiber von Innovation und Produktivität und (3) Auswirkungen auf die Lebensumgebung.

Gesundheitseffekte: Kulturelle Interventionen haben nachweislich positive Auswirkungen auf verschiedene Gesundheitsaspekte. Diese Interventionen führen unter anderem zu einer verbesserten Lebensqualität und einer Verringerung von Schmerzen, Stress und Angst bei den Teilnehmern. Laut Studien könnte der Einsatz kultureller Interventionen sogar kosteneffektiv sein und potenzielle Einsparungen von über 100 Millionen Euro ermöglichen.

Effekte der Designforschung: In dieser Studie war es schwierig, eine fundierte ökonomische Effektanalyse für die Designforschung durchzuführen. Es wird jedoch von "Insidern" darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Designforschung zu verkürzten Durchlaufzeiten, innovativen und qualitativ besseren Lösungen, einer größeren Akzeptanz und gesellschaftlich erwünschten Ergebnissen führen kann. Als wichtigster direkter Effekt wird das Erhalten neuer Erkenntnisse über die untersuchten Probleme und den Blick auf (innovative) Lösungsansätze genannt. Bisher müssen wir uns hauptsächlich auf Fallbeispiele und qualitative Beweise, soweit vorhanden, stützen.

Mehr über diese Studie erfahren? Laden Sie die dazugehörige Kamerabrief und den Bericht hier herunter oder wenden Sie sich an Jasper Veldman.